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Agenda 21 - Naturerlebnisraum Rettenbach - 15 neue Stationen zum Lebensraum Hecke, Juni 2005

Naturerlebnisraum Rettenbach - Lebensraum Hecke, Bild 1

Bericht der VZ vom 16.06.2005Grossansicht in neuem Fenster: Naturerlebnisraum Rettenbach - Lebensraum Hecke


Erweiterung am Rettenbach abgeschlossen

Natur "erfühlen und erriechen"

Neue Rallye mit 15 Stationen klärt Besucher über den Lebensraum Hecke auf


Vilsbiburg. Das war ein Erlebnis im vergangenen Jahr: Das Projekt "Naturerfahrungsraum am Rettenbach" war Ziel vieler Schulklassen und Besucher. Der Initiator der Agenda 21 "Für eine blühende Zukunft", Robert Beringer, blickt mit Freude auf die hohe Teilnehmerzahl an der großen Naturrallye zurück. Mit dem Erfolg im Rücken ist jetzt ein neues Projekt gestartet worden.

 

"Verharren heißt Rückschritt", sagte Beringer im Beisein des Beauftragten des Landkreises für Naturschutz- und Landschaftspflege, Helmut Naneder. Auch der Beauftragte der Stadt für die Agenda 21, Wolfgang Braumann, blieb dem Termin auf dem Gelände an der Rombachstraße nicht fern. Beringer stellte den Erlebnisraum "Hecke" vor. Mühsam sei sie gewesen, die Erweiterung des Naturgeländes am Rettenbach, berichtete der Sonderschullehrer.


Dabei fiel sein Blick auf Alois Bäuml und Karl Maier. Haben doch diese beiden Grundstücksbesitzer erst durch ihre großzügige Zustimmung zur Erweiterung des Naturparks beigetragen. So konnten die Stationen mit dem aktuellen Thema erstellt werden. "War es im Vorjahr die große Naturrallye, so sollte es heuer eine Heckenrallye sein", beschrieb Beringer seine Absichten. Man merkt ihm, aber auch Naneder und Braumann an, welche Bedeutung sie dem gelungenen Projekt zugemessen haben. Landkreisbeauftragter Naneder erinnerte: "Hecken waren und sind ein prägender Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Sie weisen auf eine jahrhundertalte Bewirtschaftung von Feld und Flur hin."


Auch der Vertreter der Stadt, Braumann, gab deutlich zu erkennen, dass der nicht unerhebliche finanzielle Beitrag der Stadt in diesem Projekt gut angelegt ist: "Hecken sind Lebensraum vieler Nützlinge. Hecken tragen zum Überleben der heimischen Tier- und Pflanzenwelt bei." Initiator Beringer sieht in der Erhaltung von Hecken die Bewahrung der Pflanzen- und Tierwelt: "In Deutschland zählen etwa 100 Strauch- und 44 Baumarten zu den typischen Heckenarten."


Beringer, Naneder und Braumann kommen mit dem Aufzählen der Tier- und Vogelarten, die in Hecken leben, kaum nach. Sie sprechen unter anderem von der Ameise, vom Laufkäfer, vom Raubwürger und der Spitzmaus. Die Vogelwelt reicht vom Rotkehlchen über den Grünfink bis hin zum Neuntöter. Beringer verdeutlicht, dass manche Tiere ihr ganzes Leben in einer Hecke verbringen, andere Tiere dagegen wie der Hase suchen dort nur tagsüber Schutz vor Feinden und der Witterung.


Das alles soll in diesem Jahr bei einer "Heckenrallye" Schüler, Lehrern und Besuchern vermittelt werden. Das umweltpädagogische Konzept und der Natur-Erlebnis-Pfad sind entwickelt und angelegt. Das Spannende am Konzept ist, dass das Erleben von Natur im Vordergrund steht: Natur soll zum sinnhaften und sinnlichen Erlebnis werden. Sie soll im Sinne des Wortes begriffen, erfühlt, erhört und errochen werden. Beringer regt mit dem Projekt die Besucher zu Eigeninitiativen an. Sein Wunsch: Es soll eine handlungsorientierte Wissensvermittlung sein, soll zu dauerhaften Lernerfolgen führen und auch noch Spaß machen.


Die an markanten Stellen errichteten Tafel vermitteln Wissenswertes, Erstaunliches und ökologische Zusammenhänge. Schüler und Besucher können sich mit dem wertvollen Lebensraum Hecke und seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt in freier Landschaft auseinandersetzen. Beringer verweist darauf, dass es vielfache Bezüge zu den Lehrplänen in den einzelnen Schulen gibt. Zeit muss man allerdings bei einem Besuch einplanen. Die 15 neuen Stationen am Rettenbach sind je nach Altersstufe in eineinhalb bis zweieinhalb Stunden zu bewältigen. Unterricht unter freiem Himmel: Das haben bereits 30 Schulklassen im letzten Jahr praktiziert.


Auch heuer warten auf die Rallyeteilnehmer, egal ob Naturrallye oder Heckenrallye, Preise. Die zur Teilnahme erforderlichen Bögen sind im Rathaus oder direkt am Lehrpfad erhältlich. Dann warten knifflige Fragen auf Antworten, zum Beispiel: Wie heißen die Heckenschichten von unten nach oben? Und welche Pflanzen gehören zur Krautschicht? Die Lösungen findet man am Rettenbach.

Volker Klapdor

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