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Aktuelle Bekanntmachungen

Text oben, Fotos rechts und links unten: Vilsbiburger Zeitung, 12.01.2018

Annika Janßen ist seit dem Jahreswechsel hauptamtlich für das Heimatmuseum zuständig - Verabschiedung des städtischen Archivars Karlheinz Metz

Annika Janßen ist seit dem Jahreswechsel hauptamtlich für das Heimatmuseum zuständig - Verabschiedung des städtischen  Archivars Karlheinz Metz
Von links: Geschäftsleiter Sebastian Stelzer, Annika Janßen, Personalrat Peter Stadlöder, Karlheinz Metz, Personalratsvorsitzender Georg Lechner, Bürgermeister Helmut Haider.

Eine neue Leiterin für das „Bürger-Museum“

Vilsbiburg. Es war nicht weniger als das Ende einer Ära, als zum Jahreswechsel das Heimatmuseum eine neue Leiterin bekam: An die Stelle des über Jahrzehnte ehrenamtlich in dieser Position aktiven Lambert Grasmann rückt Annika Janßen als hauptamtliche Museumsleiterin nach. Am Dienstag stellte sich Janßen, die unter anderem schon im Museum in Waldkraiburg gearbeitet hat, im Rahmen eines Pressetermins im Rathaus offiziell vor. Gleichzeitig äußerte sie sich dabei sehr angetan davon, dass das Museum in Vilsbiburg durch das starke ehrenamtliche Engagement die Bürger in die Arbeit mit der Heimatgeschichte einbinde – was andernorts als aktueller Trend in der Museumsentwicklung erst noch umgesetzt werden müsse.

 

Dass die Museumsleitung ihren Sitz künftig im Rathaus hat, in einem Büro zwischen Bürgermeister Helmut Haider und Geschäftsleiter Sebastian Stelzer, ist zunächst die augenfälligste Veränderung, was die zukünftige Arbeit im Heimatmuseum angeht. Dies ist der Zweiteilung der Arbeit von Annika Janßen geschuldet: Sie ist nicht nur als Museumsleiterin Mitarbeiterin der Stadt, sondern auch als Archivarin. „Das teilt sich ungefähr zwei Drittel zu einem Drittel auf“, machte Bürgermeister Helmut Haider bei der Vorstellung Janßens am Dienstag deutlich.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Die neue Museumsleiterin Annika Janßen (3. von links) mit ihrem Vorgänger Lambert Grasmann...Die neue Leiterin des Heimatmuseums erzählte bei dem Termin im Rathaus auch über ihren bisherigen beruflichen Werdegang. Ihr Studium schloss die aus dem nördlich von Berlin gelegenen Rheinsberg an der Mecklenburgischen Seenplatte stammende Annika Janßen mit einem Bachelor in Kulturwissenschaften und einem Master in Europäischer Ethnologie ab. Als erste berufliche Station folgte ein wissenschaftliches Volontariat im Stadtmuseum in Waldkraiburg, schilderte Janßen ihren weiteren Werdegang. „Eine solche Stelle ist schon eine gezielte Vorbereitung auf weitere Aufgaben, zum Beispiel in einem Museum. Im Studium steht viel Theorie im Mittelpunkt, bei einem solchen Volontariat kommt dann die Praxis hinzu“, fügte die Museumsleiterin im Gespräch an. Annika Janßen blieb auch für ihre nächste Station im Berufsleben in Waldkraiburg, um für einen privaten Bildersammler dessen Sammlung von Genre-Bildern zu inventarisieren und zu katalogisieren. Sogar ein Film über die Kollektion entstand im Rahmen dieser Zusammenarbeit. Es folgten die weitere Arbeit in Museum und Stadtgalerie in Waldkraiburg sowie noch kleinere Projekte nebenbei. Der weitere berufliche Weg führte Annika Janßen als wissenschaftliche Mitarbeiterin nach Weißenhorn bei Ulm ins dortige Heimatmuseum. „Die hatten eine große, nicht inventarisierte Sammlung – meine Arbeit mündete letztlich in deren Neuordnung“, erzählte Janßen. Während dieser Zeit habe sie durch alte Kontakte nach Waldkraiburg erfahren, dass in Vilsbiburg die Stelle der neuen Museumsleiterin ausgeschrieben worden sei. „Das sah ich als tolle Chance, mich weiterzuentwickeln und habe mich beworben.“

 

Grossansicht in neuem Fenster: Überregional bekannt ist das Vilsbiburger Heimatmuseum vor allem für seine umfangreichen Sammlungen von Kröninger Hafnerware.Bei dieser Ausschreibung musste sich Annika Janßen gegen eine große Zahl von Mitbewerbern durchsetzen. „Es lagen über 30 Bewerbungen aus der ganzen Bundesrepublik vor“, erinnert sich Lambert Grasmann an die Auswahlphase für seine Nachfolgerin. Der langjährige ehrenamtliche Museumsleiter arbeitet mit seiner hauptamtlichen Nachfolgerin bereits intensiv zusammen. „Mir wurden natürlich schon alle Museumsräume vor und hinter den Kulissen gezeigt, damit ich mir ein Bild von der Arbeitsstelle machen kann“, schildert Annika Janßen die erste Zeit im Museum.

 

Neues Wissen sammeln

 

Dabei habe sie sich auch gleich eine lange Liste gemacht, welches Fachwissen sie noch aufarbeiten müsse. „Die Kröninger Hafnerei soll schließlich die Besonderheit des Museums bleiben“, betonte Janßen. Immerhin gebe es dabei gewisse persönliche Bezüge, ihre Heimat Rheinsberg sei mit zwei Manufakturen vor Ort eine Keramikstadt. Auch bei den wöchentlichen Museumsabenden des Heimatvereins ist Janßen mit von der Partie, um die enge Verzahnung zwischen dem Verein einerseits und der Museumsleitung andererseits beizubehalten.

 

Was Annika Janßen schon jetzt an ihrer neuen Wirkungsstätte sehr positiv auffällt, ist das über die Zeit gewachsene Engagement vieler Bürger für das Museum ihrer Heimatstadt. „Im wissenschaftlichen Jargon nennt man das einen partizipativen Ansatz und in der Museumslandschaft arbeitet man gegenwärtig vielerorts an der Realisierung dieses modernen Konzepts. In Vilsbiburg gibt es das schon seit Jahrzehnten“, würdigte Janßen die Positionierung des Heimatmuseums als eine Art von „Bürger-Museum“. Aber auch sonst hat die neue Museumsleiterin Lob für ihre neue Wirkungsstätte übrig: „Vilsbiburg ist von der Größe her eine Stadt, wo man sich sofort wohlfühlt.“

 

Der Arbeitsbeginn der neuen hauptamtlichen Museumsleiterin ist nur der erste Schritt der anstehenden personellen und organisatorischen Veränderungen rund um den Heimatverein. Dort wird nämlich heuer im Frühjahr die langjährige Vorstandschaft aus Altersgründen die Verantwortung in jüngere Hände legen. Entsprechende neue Mitstreiter konnte man bereits gewinnen. „Die designierten Mitglieder der Vorstandschaft arbeiten auch schon intensiv im Verein mit. Der neuen Museumsleiterin helfen wir, indem wir die Arbeiten eine Zeitlang parallel tragen, davon profitieren alle Seiten“, betonten Lambert Grasmann und Annika Janßen abschließend.

 

Verabschiedung des städtischen Archivars Karlheinz Metz

Gleichzeitig wurde der städtische Archivar Karlheinz Metz in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Bürgermeister Helmut Haider sprach Dank und Anrekennung für die geleisteten Dienste aus.

 

Bild links oben

Von links: Geschäftsleiter Sebastian Stelzer, Annika Janßen, Personalrat Peter Stadlöder, Karlheinz Metz, Personalratsvorsitzender Georg Lechner, Bürgermeister Helmut Haider.

Bild rechts

Die neue Museumsleiterin Annika Janßen (3. von links) mit ihrem Vorgänger Lambert Grasmann, Bürgermeister Helmut Haider und Geschäftsleiter Sebastian Stelzer (von links).

Bild links unten

Überregional bekannt ist das Vilsbiburger Heimatmuseum vor allem für seine umfangreichen Sammlungen von Kröninger Hafnerware.

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