Regionalmanager Georg Straßer hieß die Gäste willkommen und führte zum Vortrag einleitend hin. Dabei stellte er den Zusammenhang des Themenabends mit der Umsetzung der Klimaschutzziele her: „Die Energiewende gemeinsam gestalten kann auch mittels Kohlenstoffspeicherung über den Aufbau des Bodenlebens stattfinden“. Nachdem bei 60 Prozent der Landoberfläche der Erde zu wenig an Nährstoffen und Wasser enthalten ist, könne man hier aktiv anpacken. Terra Preta ist die fruchtbarste von Menschen gemachte Erde der Welt. Sie ist aufgeladene, mit Mikroorganismen durchsetze Pflanzenkohle, eine echte Kulturerde: „Einmal dazugeben - ewige Wirkung", erklärte der Referent, Walter Danner, das Prinzip. Das mit dem „ewig" klinge zwar etwas übertrieben. „Doch vergleicht man die Wirkung von Pflanzenkohle von bis zu 2000 Jahren mit der Länge eines Menschenlebens, dann kommt das mit ewig schon hin“, meinte er. Danner ist Entwickler eines einfachen Verfahrens zur Herstellung von Pflanzenkohle. Biokohle könne man selbst einfach herstellen. Bestes Essen aus dem eigenen Garten ist nicht nur hochwertig und frisch, sondern könne mit wenig Aufwand erzeugt werden und gewinne immer mehr an Bedeutung. Allerlei trockene Pflanzenreste, wie Sträucherstängel, Obstbaumschnitt, ausgediente Weihnachtsbäume oder Stroh und vieles mehr, lassen sich dazu verwenden. „Ein Loch im Boden, eine offene Feuerschale oder ein altes offenes Fass - so einfach kann es sein“, so der Referent. Danner ging auf deren Eigenschaften näher ein, nämlich die große Oberfläche, poröse Struktur und die Anziehungskraft. Zudem besitze sie die Fähigkeit, Nährstoffe und Wasser zu halten, Stickstoff und Gerüche zu binden und sie hält dazu Tausende von Jahren. Mit Pflanzenkohle werde also auch der Daumen von Privatpersonen grün, denn man düngt die Pflanzen, überdüngt sie aber nicht. Auch im Hochsommer bei vielem Gießen werden die Nährstoffe nicht mit dem Wasser aus der Erde geschwemmt. Am Ende seines Vortrages ging er noch auf die detaillierte Arbeitsweise von Char2Cool ein. Informationen zum Vortrag oder zum Einsatz von Pflanzenkohle können bei Klimaschutz- und Regionalmanager Georg Straßer bezogen werden: strasser@vilsbiburg.de oder Tel. 08741 305-160.
Vortrag im Regionaldialog zeigte neue Wege für Gärtner auf
Mit schwarzer Kohle zum grünen Daumen
Die Wintervortragsreihe des Regionalmanagements der Stadt Vilsbiburg hat sich seit Jahren etabliert und das Interesse an den Vorträgen ist ungebrochen groß. So war auch bei der Veranstaltung Biokohle - mit Schwarzer Kohle zum Grünen Daumen" das Worklab im Cineplex Vilsbiburg wieder bestens gefüllt.















